1929 wurden im Lateranpalast die Lateranverträge zwischen dem Heiligen Stuhl unter Papst Pius XI. und dem damaligen Königreich Italien (vertreten durch Ministerpräsident Benito Mussolini) abgeschlossen. Sie klärten die Römische Frage und sicherten die territoriale Souveränität der Vatikanstadt nach der 1870 erfolgten Auflösung des Kirchenstaats sowie u. a. dem Lateran und Castel Gandolfo den Status einer exterritorialen Besitzung des Heiligen Stuhls. Die Münze zeigt Pius XI. mit Tiara vor der Seitenansicht des 1586 erneuerten Lateranpalastes (in dem bis zum 19. Jahrhundert die Päpste gekrönt wurden) und dem auf der Piazza San Giovanni stehenden Lateranischen Obelisken. Dieser wurde für Pharao Thutmosis III. (1479–1425 v. Chr.) im Tempel des Amun in Theben aufgestellt. 337 wurde er von Karnak nach Alexandria verschifft, um in Konstantinopel, der neuen Hauptstadt des römischen Reiches aufgestellt zu werden, wurde jedoch 357 unter Kaiser Constantius II. stattdessen auf einem eigens konstruierten Schiff nach Rom gebracht und auf der Spina des Circus Maximus aufgestellt. Bei einem Erdbeben zerbrochen, wurde er 1587 ausgegraben, um 2 m gekürzt restauriert und an seinem heutigen Standort aufgestellt. Rechts im Münzbild ist die Seitenfassade der ab 1646 erneuerten Lateranbasilika abgebildet. |