Vermutlich wurde Madeira bereits um etwa 600 v. Chr. von Phöniziern entdeckt. Im Gegensatz zu den Kanaren, die ab dem 3. Jahrhundert v. Chr. vorwiegend vom antiken Mauretanien aus besiedelt wurden, blieb der Madeira-Archipel unbewohnt. Nach fast tausend Jahren Isolation wurden die Kanaren im 14. Jahrhundert wiederentdeckt und in dem um 1385 verfassten kastilischen Manuskript „Libro del Conosçimiento“ (Buch der Erkenntnis) wird auch Madeira („Leiname“) beschrieben – jedoch gelten in Portugal 1418 bzw. 1419 als Jahr der Entdeckung, als João Gonçalves Zarco auf der Insel Porto Santo bzw. auf Madeira landete. Ab 1420 wurde Madeira auf Betreiben Heinrichs des Seefahrers von den Portugiesen besiedelt. Die ebenfalls zu Makaronesien zählenden Sebaldinen („Wilde Inseln“), 1375 erstmals dokumentiert, gelten als 1438 von Diogo Gomes entdeckt und sind heute Teil der Autonomen Region Madeira. Die 280 km südlich von Madeira liegende Inselgruppe ist auf der Münze (oberhalb „...ug...19“) allerdings unmaßstäblich positioniert. Die auf dem Münzentwurf das Prinzip einer zeitgenössischen nautischen Portolan- oder „Windstrahlenkarte“ symbolisierenden kartografischen Linien (die sowohl vom Zentrum der Karte als auch von 16 gleichmäßig auf einer Kreislinie verteilten Punkten, den „Windrosen“, ausstrahlen), dienten der Kursbestimmung mittels Kompass. |